Vorbeugen ist besser als heilen: So stärken Sie Ihre Immunabwehr

24/01/20

Stress, Kälte, Grippe und Medikamente, falsche Ernährung, zu wenig Entspannung: Das sind nur einige der Gründe dafür, dass man sich um sein funktionierendes Immunsystem kümmern sollte! Denn diese Umstände machen anfälliger für Infektionen, also für Krankheiten, die durch Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten verursacht werden.

Was ist das Immunsystem?

Für den Organismus ist das Immunsystem die beste Verteidigung gegen externe Bedrohungen wie Viren, Bakterien und Parasiten. Für die Erfüllung seiner Schutzfunktionen stützt sich das Immunsystem auf Organe, Gewebe, Zellen und Glykoproteine. Diese bilden gemeinsam eine Art „Armee“ gegen potentielle Bedrohungen für den Organismus.

Zu den Geweben und Organen des Immunsystems gehören die Haut, die Milz, die Mandeln, das Rückenmark, der Thymus und die Lymphknoten. Zu den bekanntesten Zellen des Immunsystems gehören zweifellos die weißen Blutkörperchen (Granulozyten, Monozyten und Lymphozyten). Teil der Glykoproteine des Immunsystems sind die Antikörper.

Interessant: Auch Schleimhäute und Magensäfte bilden einen starken Verteidigungsmechanismus für das Immunsystem! Sie bilden die sogenannten natürlichen Immunbarrieren des Organismus und kooperieren dazu mit Antikörpern und Lymphozyten für die Stärkung des Schutzschilds gegen eindringende Krankheitserreger.

Die Feinde unserer Immunabwehr

Die Stärkung der Immunabwehr ist bei Schwächung des Körpers, die den Organismus anfällig für Infektionen macht, absolut notwendig. Das sind die wichtigsten Ursachen für die Schwächung des Immunsystems:

Stress: Seelischer und körperlicher Stress schwächen das Immunsystem, da sie es mit einer übermäßigen Arbeitsbelastung überschütten, es anstrengen und seine Wirksamkeit beeinträchtigen.

Einnahme von Antibiotika: Der menschliche Darm beherbergt besondere Bakterien (die sogenannte „Darmflora“), mit denen er eine Symbiose eingeht: Im Tausch für den erhaltenen Lebensraum verhindern sie die Vermehrung potentieller Krankheitserreger, die sich normalerweise in einigen Bereichen des Organismus befinden (z.B. Candida albicans) und das Immunsystem des Darms verändern.
Die übermäßige Einnahme von Antibiotika kann die Darmflora schwächen und dazu führen, dass sie ihre Funktion nicht mehr ausreichend erfüllt und sich Krankheitserreger wie Candida albicans ausbreiten können.

Bewegungsfaulheit und unangemessene Nachtruhe: Wissenschaftliche Studien haben bewiesen, dass bewegungsfaule Personen und Personen, die wenig schlafen, leichter erkranken als Personen mit einem aktiven Lebensstil und regelmäßig 7 bis 8 Stunden Schlaf pro Nacht. Die Wissenschaftler konnten eine Verbindung zwischen der Schwächung des Immunsystems und Faktoren wie Bewegungsfaulheit und nicht ausreichendem nächtlichem Schlaf feststellen.

Falsche Ernährung: Eine unausgewogene Ernährung und eine unangemessene Versorgung mit Proteinen beeinträchtigen die Produktion und die Funktion der Glykoproteine, die ein wesentlicher Bestandteil des Immunsystems sind.

Fortgeschrittenes Alter: Durch die Alterung verlieren die Organe, die die weißen Blutkörperchen produzieren, an Wirksamkeit. Dieser unvermeidliche Prozess des menschlichen Organismus ist unumkehrbar, weswegen man alle kontrollierbaren Faktoren unterstützen muss.

 

Wie kann man die Immunabwehr stärken?

Nach einstimmiger Meinung von Medizin und Wissenschaft stärkt man die Immunabwehr am besten durch einen gesunden Lebensstil, durch den unser Organismus besser und effizienter funktioniert.

Hier einige einfachen Tipps:

Ernähren Sie sich ausgewogen. Essen Sie Obst, Gemüse, Vollkorngetreide und Jogurt, ggf. in Kombination mit Präbiotika und Probiotika (lebende Milchsäurebakterien) und vermeiden Sie so weit wie möglich Lebensmittel, die reich sind an gesättigten Fettsäuren.

Treiben Sie Sport. Sport stärkt das Immunsystem, sofern er korrekt, ausgewogen und nicht exzessiv betrieben wird. Regelmäßige körperliche Betätigung verbessert die Funktion der Neutrophilen, also der Zellkomponenten, aus denen die weißen Blutkörperchen bestehen. Es genügen 15 Minuten pro Tag – also keine Ausrede!

Nicht rauchen und Einschränkung von Alkoholika.

Ausreichend und regelmäßig schlafen. Während des nächtlichen Schlafs verarbeitet der menschliche Körper die mit der Nahrung aufgenommenen Proteine und nutzt diese zur Bekämpfung potentieller Krankheitserreger. Schlafen Sie mindestens 7 bis 8 Stunden und versuchen Sie, zu regelmäßigen Uhrzeiten schlafen zu gehen. Ihr Immunsystem wird es Ihnen danken!

Kontrollieren Sie den Blutdruck.

Beachten Sie die Vorgaben einer korrekten Körperhygiene.

Wenn ein gesunder Lebensstil nicht ausreicht, bietet die Natur zahlreiche Heilpflanzen mit immunstimulierender und adaptogener Wirkung: Taigawurzel, Ginseng und Echinacea gehören zu den beliebtesten.

Adaptogene sind Substanzen, Arzneimittel oder Naturheilmittel, die den Widerstand des Organismus gegen unterschiedlichen körperlichen und seelischen Stress erhöhen können. Im Naturkostladen gibt es unterschiedliche natürliche Präparate (sogenannte „Drogen“), die für die Stärkung der Immunabwehr entwickelt wurden. Diese Produkte habe unterschiedliche Anzeigen, weswegen die Auswahl eines Produktes von der Art der Schwächung des Immunsystems abhängig gemacht werden sollte.